Deutschland

Deutschland

Das Finanzvolumen von Weiterbildung in Deutschland umfasst etwa 50 Milliarden Euro. Die heterogene Struktur der Weiterbildung spiegelt sich auch in der Finanzierung wider. Mehr als die Hälfte aller Kosten für Weiterbildungsmaßnahmen tragen in Deutschland die Unternehmen, die diese Massnahmen gezielt für ihre Mitarbeiter initiieren. Ca. 20% der Kosten bringen die Privatpersonen, die sich weiterbilden, selbst auf und etwa 20% werden über die Bundesagentur für Arbeit finanziert. Etwas mehr als 5% der Kosten stammen aus öffentlichen Kassen (Förderung von Weiterbildung u.a. durch die Bundesländer). 

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) verfolgt die Ziele, Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung finanziell zu unterstützen und sie zu Existenzgründungen zu ermuntern. Um den Erwerbstätigen mit geringerem Einkommen die Teilhabe am Lebenslangen Lernen zu erleichtern, führte die Bundesregierung mit der Bildungsprämie im Dezember 2008 ein neues Finanzierungsmodell ein. Damit fördert der Bund individuelle berufsbezogene Weiterbildung. 

Der Leitfaden der Stiftung Warentest zeigt zudem die verschiedenen Fördermöglichkeiten auf Bundes- und Landesebene auf. 

Als Mitglied der Europäischen Union ist Deutschland auch am EU-Programm Erasmus+ beteiligt. Dies ist ein EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Es dauert von 2014 bis 2020 und vereinigt alle derzeitigen EU-Programme für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport auf europäischer und internationaler Ebene. Somit führt es verschiedene Programme wie das Studentenaustauschprogramm Erasmus, das Master- und Doktorandenprogramm Erasmus Mundus, Erasmus für Jungunternehmer, etc.  unter dem Namen Erasmus+ weiter.

Baden-Württemberg

Die Fördermöglichkeiten für eine Weiterbildung in Baden-Württemberg sind vielfältig. Der folgende Link gibt eine Übersicht. 

Rheinland-Pfalz 

Seit Inkrafttreten des Bildungsfreistellungsgesetzes zum 1. April 1993 haben Beschäftigte in Rheinland-Pfalz einen Rechtsanspruch auf Freistellung von der Arbeit zum Zwecke der beruflichen und gesellschaftspolitischen Weiterbildung unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts durch den Arbeitgeber. Die Teilnahme von Beschäftigten jeglichen Alters an individuellen Weiterbildungsmassnahmen wird durch Bildungsgutscheine (QualiScheck) untersützt. 

Schweiz

Schweiz

Das Marktvolumen im Bereich der Weiterbildung beträgt jährlich rund 5.3 Milliarden Franken (ca. 4.4 Milliarden Euro). Rund 85% dieser Kosten werden von den Teilnehmenden selbst oder ihren Arbeitgebern getragen. Im beruflichen Bereich können auch Fonds Weiterbildung unterstützen. Stipendien sind in der Regel für Ausbildungen und nur in Ausnahmefällen für Weiterbildung verfügbar.

Seit Januar 2018 werden Absolvierende von Kursen, die  auf eine eidgenössische Prüfung vorbereiten, vom Bund direkt finanziell unterstützt (subjektorientierte Finanzierung). Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI informiert auf ihrer Website über die wichtigsten Eckpunkte. 

Die Schweiz ist zwar kein Mitglied der Europäischen Union, hat aber die Möglichkeit sich am EU-Programm Erasmus+ zu beteiligen. Dies ist ein EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Es dauert von 2014 bis 2020 und vereinigt alle derzeitigen EU-Programme für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport auf europäischer und internationaler Ebene. Somit führt es verschiedene Programme wie das Studentenaustauschprogramm Erasmus, das Master- und Doktorandenprogramm Erasmus Mundus,Erasmus für Jungunternehmer,etc. unter dem Namen Erasmus+ weiter.

Frankreich

Frankreich

Die Weiterbildung beruht auf zwei Merkmalen. Die Arbeitgeber sind zum einen verpflichtet, sich an der Finanzierung der Ausbildung ihrer Angestellten zu beteiligen, zum anderen  haben die Arbeitnehmer das Recht, sich während ihrer Arbeitszeit weiterzubilden. In jeder Berufsbranche setzen die Arbeitgeber die mit den Sozialpartnern geschlossenen nationalen interprofessionellen Abkommen um. So sind die Unternehmen die größten Finanzgeber für die Weiterbildung in Frankreich. Ihr Beitrag ermöglicht es, den Fortbildungsplan (plan de formation), die individuelle Freistellung für Weiterbildungen (congé de formation individuel, CIF) sowie seit 2004 auch das individuelle Recht auf Weiterbildungen (droit individuel à la formation, DIF) und die duale Ausbildung mittels eines speziellen Ausbildungsvertrags (contrat de professionnalisation) abzudecken. Die Unternehmen stellen je nach Anzahl ihrer Beschäftigten mindestens zwischen 0,55 % und 1,6 % der Bruttolohnsumme für die Weiterbildung zur Verfügung. Sie überweisen den gesamten Betrag oder einen Teilbetrag an die OCPA (Organismes paritaires collecteurs agrées). Das sind paritätische und anerkannte Organisationen, welche die Beteiligung der Unternehmen an Weiterbildungen in ihrem Anwendungsbereich einsammeln. 

Tatsächlich kann ein Unternehmen bezüglich Fortbildungsplan die Fonds für Weiterbildung selbst verwalten. Gerade größere Unternehmen wählen häufig diesen Weg und überweisen nur einen kleinen Beitrag an die OPCA. Die Existenzberechtigung der OPCA besteht jenseits ihrer Beratungs- und Informationsfunktion sowie der Hilfestellung bei der Ausarbeitung von Fortbildungsprojekten in der finanziellen Übernahme von Fortbildungsmaßnahmen.

Der Staat trägt in großem Rahmen zur Finanzierung der Weiterbildung bei. Folgende Maßnahmen werden finanziert:

  • Maßnahmen für Arbeitssuchende
  • Fortbildungsmaßnahmen für spezifische Gruppen: behinderte Arbeitnehmer, 
    Einwanderer, Strafgefangene, Analphabeten usw.
  • Fortbildungsmaßnahmen in speziellen Bereichen (neue Ingenieursstudiengänge usw.)
  • Information über Weiterbildungsmaßnahmen aller Art
  • Hilfestellungen für Unternehmen oder spezielle Berufsbranchen bei der Ausarbeitung von Weiterbildungsplänen.

Seit der Dezentralisierung bewilligt der Staat auch finanzielle Zuwendungen für die Regionen, die ebenfalls Akteure der beruflichen Weiterbildung für Jugendliche und Erwachsene darstellen. Die Regionalräte entscheiden auf ihrem Territorium über die Weiterbildungspolitik je nach den lokalen wirtschaftlichen und sozialen Gegebenheiten. Sie setzen den Regionalplan für die Entwicklung der beruflichen Weiterbildung (PRDF) um, der seit dem Gesetz von 2009 mit dem Staat vertraglich geregelt ist.

Alle diese Maßnahmen wenden sich an den Arbeitnehmenden. Nicht-Angestellte (Landwirte, Künstler, Freiberufliche, etc.) haben aber ebenso Zugang zu Weiterbildungsmassnahmen, sie müssen allerdings zur Finanzierung beitragen. Arbeitssuchende können über die französische Agentur für Arbeit Pôle Emploi ebenfalls an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Diese werden vom Staat oder den Regionen finanziert. Pôle Emploi achtet darauf, dass diese besuchten Weiterbildungen zum einen den Wünschen des Arbeitssuchenden entsprechen, zum anderen aber vor allem auch den Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt in der Region.

Als Mitglied der Europäischen Union ist Frankreich auch am EU-Programm Erasmus+ beteiligt. Dies ist ein EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Es dauert von 2014 bis 2020 und vereinigt alle derzeitigen EU-Programme für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport auf europäischer und internationaler Ebene. Somit führt es verschiedene Programme wie das Studentenaustauschprogramm Erasmus, das Master- und Doktorandenprogramm Erasmus Mundus, Erasmus für Jungunternehmer,etc. unter dem Namen Erasmus+ weiter.